AirDrop ist die Funktion, mit der Apple-Geräte Dateien untereinander austauschen, ohne dass eine App, ein Kabel oder eine Cloud dazwischenliegt. Fotos, Videos, PDFs, Kontakte, Standorte oder Links lassen sich direkt vom iPhone auf ein anderes iPhone, ein iPad oder einen Mac schicken. Technisch kombiniert AirDrop zwei Funkstandards: Bluetooth sorgt dafür, dass Geräte in der Nähe sich überhaupt erkennen, die eigentliche Übertragung der Datei läuft anschließend über eine direkte WLAN-Verbindung zwischen den Geräten. Ein Router oder Internetzugang wird dafür nicht benötigt, beide Geräte müssen aber WLAN und Bluetooth aktiviert haben.
Die Reichweite ist auf wenige Meter begrenzt, da die Geräteerkennung über Bluetooth funktioniert. Das ist bewusst so gestaltet: AirDrop soll den spontanen Austausch zwischen Geräten im selben Raum ermöglichen, etwa beim Teilen eines Fotos direkt nach der Aufnahme oder beim Weiterleiten eines Dokuments im Meeting. AirDrop funktioniert ausschließlich zwischen Apple-Geräten. Eine Verbindung zu Android-Smartphones oder Windows-Rechnern ist nicht vorgesehen, weil Apple ein eigenes, geschlossenes Protokoll zur Geräteerkennung nutzt.
Wer darf Dateien empfangen?
Damit AirDrop überhaupt Dateien annehmen kann, muss die Sichtbarkeit des empfangenden Geräts passend eingestellt sein. Apple bietet dafür drei Stufen an. Ist die Sichtbarkeit deaktiviert, bleibt das Gerät für alle anderen unsichtbar und keine Übertragung kommt an, selbst wenn der Absender das richtige Gerät in der Nähe sieht. Die Einstellung „Nur für Kontakte“ lässt Übertragungen ausschließlich von Personen zu, die im eigenen Adressbuch gespeichert sind und bei denen Apple-ID sowie Telefonnummer mit den gespeicherten Kontaktdaten übereinstimmen. Die dritte Stufe öffnet das Gerät für jedes Apple-Gerät in Reichweite, unabhängig von Kontakten.
Für den Alltag ist die kontaktbasierte Einstellung meist ausreichend, weil sie ungewollte Übertragungen von Fremden verhindert. Die offene Einstellung wird nur dann wichtig, wenn eine Datei von einem Gerät kommt, das nicht in den eigenen Kontakten hinterlegt ist, etwa bei einem Kollegen oder einer Kollegin mit neuer Nummer. Nach einer solchen Übertragung lässt sich die Sichtbarkeit wieder einschränken.
Typische Gründe für gescheiterte Übertragungen
Kommt eine Datei beim Empfänger nicht an, liegt das selten an einem Defekt, sondern fast immer an einer der folgenden Ursachen. WLAN oder Bluetooth sind auf einem der beiden Geräte deaktiviert, wodurch sich die Geräte gar nicht erst finden. Die Sichtbarkeit ist zu restriktiv eingestellt, sodass das Empfängergerät den Absender nicht als berechtigten Kontakt erkennt. Zusätzlich können der Flugmodus oder ein aktiver Fokus-Modus AirDrop blockieren, selbst wenn WLAN und Bluetooth grundsätzlich aktiv sind, weil diese Modi Netzwerkfunktionen gezielt einschränken.
Ein weiterer Punkt betrifft die Distanz: Auch wenn AirDrop keine direkte Sichtlinie benötigt, sinkt die Erfolgsquote deutlich, wenn mehrere Wände oder eine größere Entfernung zwischen den Geräten liegen. Für zuverlässige Übertragungen sollten beide Geräte im selben Raum und mit aktivem Bildschirm bereitstehen, da AirDrop im Sperrzustand auf manchen Geräten nicht empfangsbereit ist.