Safari bringt auf dem iPhone eine eingebaute Freigabefunktion mit, die den Link der geöffneten Seite direkt an eine andere App übergibt. Das ersetzt das mühsame Markieren, Kopieren und Einfügen der Adresse und funktioniert unabhängig davon, ob die Seite gerade weitergeleitet, gespeichert oder in einer anderen App weiterverarbeitet werden soll.
Wo sich die Freigabe versteckt
Beim Surfen zeigt Safari in der Werkzeugleiste ein Symbol mit einem Viereck und einem nach oben zeigenden Pfeil. Dieses Symbol ist der Zugang zur Freigabefunktion und öffnet ein Menü mit allen Apps auf dem iPhone, die Links empfangen können.
Je nach installierten Apps unterscheidet sich die Liste von Gerät zu Gerät. Häufig vertreten sind Nachrichten, Mail und Messenger-Apps wie WhatsApp, aber auch Cloud-Dienste oder Notiz-Apps können in der Auswahl auftauchen.
Link direkt verschicken
Wird eine Messenger- oder Mail-App aus dem Freigabemenü gewählt, öffnet sich sofort ein neues Nachrichtenfenster mit bereits eingefügtem Link. Es bleibt nur noch, den Empfänger auszuwählen und die Nachricht abzusenden. Der komplette Umweg über Adressleiste, Zwischenspeicher und Wechsel zwischen Apps fällt weg.
Link aufbewahren statt sofort teilen
Nicht jede interessante Seite muss sofort verschickt werden. Wer einen Link für später merken möchte, ohne dafür ein klassisches Lesezeichen anzulegen, kann im Freigabemenü eine Notiz-App wählen. Der Link wird dann automatisch in eine neue Notiz eingefügt und lässt sich jederzeit wieder aufrufen, ganz ohne den Browserverlauf durchsuchen zu müssen.
Auch das Ablegen in einer Cloud-App oder das Weiterreichen an eine To-do-Liste funktioniert nach demselben Prinzip: Die Ziel-App entscheidet, was mit dem übergebenen Link passiert.
Wenn die gewünschte App fehlt
Taucht eine bestimmte App nicht in der ersten Reihe des Freigabemenüs auf, liegt das meist an der Reihenfolge oder Sichtbarkeit der Einträge. Über die Option „Mehr“ am Ende der App-Liste lässt sich die Anzeige anpassen und einzelne Apps können dauerhaft eingeblendet oder ausgeblendet werden.
Grundsätzlich erscheint eine App nur dann im Freigabemenü, wenn sie technisch in der Lage ist, Links zu verarbeiten. Fehlt eine App komplett in der Liste, unterstützt sie diese Funktion in der Regel schlicht nicht.
Praktischer Nutzen im Alltag
Die Freigabefunktion spart nicht nur Zeit beim Verschicken von Links, sie reduziert auch Fehler. Da der Link automatisch und vollständig übernommen wird, entstehen keine abgeschnittenen oder falsch kopierten Adressen, wie es beim manuellen Abtippen oder Kürzen häufig passiert.
Wer regelmäßig Webseiten mit anderen teilt oder für sich selbst sammelt, profitiert davon, die bevorzugten Apps im Freigabemenü sichtbar und weit vorne zu platzieren. Das verkürzt den Weg vom Entdecken einer Seite bis zum Weiterleiten oder Speichern auf wenige Tipps.