Je mehr Fotos sich auf einem iPhone ansammeln, desto schwerer wird es, ein bestimmtes Bild wiederzufinden. Die Fotos-App begegnet diesem Problem nicht mit einer einzigen Liste, sondern mit zwei unterschiedlichen Organisationsebenen: Alben und Ordnern. Wer beide Konzepte richtig einsetzt, behält auch bei mehreren tausend Fotos den Überblick.
Was ein Album leistet
Ein Album ist eine Sammlung einzelner Fotos und Videos zu einem gemeinsamen Thema, etwa ein Ausflug, ein Haustier oder ein Projekt. Fotos werden dabei nicht verschoben oder kopiert, sondern nur zusätzlich zugeordnet. Ein Bild kann deshalb gleichzeitig in mehreren Alben auftauchen, ohne dass sich der Speicherplatz auf dem iPhone verdoppelt.
Was ein Ordner leistet
Ein Ordner ist eine Ebene darüber. Er enthält keine einzelnen Fotos, sondern bündelt mehrere Alben oder weitere Ordner zu einer größeren Struktur. Damit lassen sich mehrstufige Systeme aufbauen, etwa ein Ordner für ein Jahr mit jeweils einem Unterordner pro Monat und darin einzelnen Alben für konkrete Anlässe. Diese Verschachtelung ist bei Ordnern beliebig tief möglich.
Die Grenze zwischen beiden Ebenen
Eine wichtige Einschränkung betrifft Alben selbst: Ein Album kann kein weiteres Album enthalten. Es fasst ausschließlich einzelne Medien zusammen. Wer eine Unterteilung innerhalb eines Themas braucht, muss stattdessen einen Ordner mit mehreren Alben anlegen, statt zu versuchen, ein Album in ein anderes Album zu schieben. Diese Regel erklärt, warum bestimmte Strukturen in der Fotos-App nicht abbildbar sind, obwohl sie auf den ersten Blick logisch erscheinen.
Alben anlegen und pflegen
Neue Alben lassen sich sowohl direkt im Hauptbereich der Fotos-App als auch innerhalb eines bestehenden Ordners erstellen. Innerhalb eines Ordners ist die Option zum Anlegen eines Albums manchmal erst nach dem Wechsel in den Bearbeitungsmodus sichtbar. Ein weiterer praktischer Weg führt über die Auswahl eines Fotos: Beim Hinzufügen zu einem Album lässt sich dort direkt ein neues Album erstellen, ohne vorher in die Albenübersicht zu wechseln.
Bereits bestehende Alben können jederzeit umbenannt oder mit weiteren Fotos ergänzt werden. Beim Löschen eines Albums verschwindet nur die Gruppierung, nicht die enthaltenen Fotos selbst. Sie bleiben in der übrigen Mediathek erhalten, sofern sie nicht ausschließlich in diesem einen Album abgelegt waren und sonst nirgendwo im Kamera-Roll oder in anderen Alben auftauchen.
Wann sich welche Ebene lohnt
Für einzelne, klar abgegrenzte Themen reicht ein Album meist aus. Sobald mehrere zusammengehörige Alben entstehen, etwa für verschiedene Reiseabschnitte oder Projektphasen, lohnt sich ein übergeordneter Ordner. So bleibt die Albenübersicht übersichtlich, auch wenn im Hintergrund viele einzelne Sammlungen existieren.
Wichtig für die Praxis: Da Fotos in mehreren Alben gleichzeitig liegen können, führt das Aufräumen einzelner Alben nicht automatisch zu einer aufgeräumten Gesamtmediathek. Duplikate oder unerwünschte Aufnahmen müssen weiterhin gezielt aus dem Kamera-Roll oder der Mediathek selbst entfernt werden.
