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Apple iPhone: Bildschirmsperre per Code einrichten und ändern

Die Bildschirmsperre entscheidet, wer nach dem Einschalten sofort auf Nachrichten, Fotos und Apps zugreifen kann und wer nicht. Apple bietet dafür mehrere Codearten an, die sich in Länge und Zeichenumfang unterscheiden und zugleich die Basis für Face ID oder Touch ID bilden. Wer den Code später ändern, die Codeart wechseln oder die Sperre ganz abschalten möchte, findet die passenden Einstellungen an einer zentralen Stelle im System.

3 AnleitungenSicherheit & Datenschutz

Die Bildschirmsperre ist die erste Sicherheitsebene jedes iPhones. Sie legt fest, dass nach dem Aufwecken des Displays eine Authentifizierung nötig ist, bevor Inhalte wie Mail, Fotos oder Banking-Apps sichtbar werden. Ohne diesen Schutz reicht ein kurzer Griff zum liegenden Gerät, um sämtliche Apps zu öffnen.

Warum ein Code die Grundlage für biometrische Entsperrung ist

Face ID und Touch ID funktionieren nicht eigenständig, sondern setzen immer einen aktiven Code voraus. Der Grund liegt in der Systemarchitektur: Gesicht oder Fingerabdruck lösen zwar die tägliche Entsperrung aus, doch in bestimmten Situationen – etwa nach einem Neustart, nach mehreren fehlgeschlagenen biometrischen Versuchen oder nach längerer Inaktivität – verlangt Apple zusätzlich die Eingabe des hinterlegten Codes. Der Code bleibt damit die verlässliche Rückfallebene, auf die sich das System jederzeit stützen kann.

Codearten und ihre Sicherheitsstufen

Beim Einrichten stehen mehrere Varianten zur Auswahl, die sich im Schutzniveau deutlich unterscheiden:

  • Sechsstelliger numerischer Code – die von Apple vorgeschlagene Standardlänge.
  • Vierstelliger numerischer Code – kürzer, aber schneller einzugeben.
  • Frei wählbarer numerischer Code mit beliebiger Länge.
  • Alphanumerischer Code mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Je länger und je gemischter ein Code ist, desto schwerer lässt er sich durch Beobachten der Eingabe oder simples Ausprobieren erraten. Ein alphanumerischer Code bietet die höchste Sicherheitsstufe, verlangt aber bei jeder manuellen Eingabe mehr Aufmerksamkeit.

Code ändern statt komplett neu einrichten

Ein bestehender Code muss nicht gelöscht und neu angelegt werden, wenn er ersetzt werden soll. Das System erlaubt einen direkten Wechsel, bei dem zunächst der aktuelle Code zur Bestätigung abgefragt wird und anschließend der neue Code zweimal eingegeben werden kann. Face ID oder Touch ID bleiben dabei unverändert bestehen und müssen nicht erneut angelernt werden.

Codeart wechseln

Auch der Wechsel von einer Codeart zur anderen – etwa von vier auf sechs Stellen oder zu einem alphanumerischen Code – erfolgt über dieselbe Verwaltungsstelle. Praktisch bedeutet das: Wer merkt, dass ein kurzer Zahlencode nicht mehr ausreicht, kann jederzeit auf eine sicherere Variante umsteigen, ohne Daten zu verlieren oder Einstellungen an anderer Stelle anzupassen.

Sperre deaktivieren – mit Vorbehalt

Es ist möglich, die Bildschirmsperre vollständig zu entfernen. Damit entfällt jedoch nicht nur die Codeabfrage, sondern auch Face ID und Touch ID stehen dann nicht mehr zur Verfügung, da beide Verfahren zwingend einen aktiven Code voraussetzen. Für den laufenden Betrieb ist das Deaktivieren daher nur in seltenen Sonderfällen sinnvoll, etwa bei einer kurzfristigen Fehlersuche.

Ein zu kurzer oder mehrfach wiederverwendeter Code schwächt den Schutz selbst dann, wenn Face ID oder Touch ID aktiv sind, da der Code im Hintergrund weiterhin die entscheidende Sicherheitsebene bildet.

Häufige Fragen

Ja. Solange Mein iPhone suchen aktiviert und das Gerät entsperrt ist, lässt sich der Code direkt über EinstellungenFace ID & CodeCode ändern anpassen, ohne iTunes oder einen Mac zu benötigen.