Der Geführte Zugriff ist eine Sperrfunktion für einzelne Apps. Sobald er aktiv ist, reagiert das iPhone nur noch auf die App, die zum Zeitpunkt der Aktivierung im Vordergrund lief. Die Wischgeste zum Home-Bildschirm, das Kontrollzentrum, die Statusleiste und der App-Wechsler bleiben deaktiviert, solange der Modus läuft.
Für welche Situationen die Funktion gedacht ist
Typische Anwendungsfälle sind Lernspiele für Kinder, Produktvorführungen mit einem Testgerät oder Ausstellungsstücke, die nur eine bestimmte App zeigen sollen. Auch wer einem Gast kurz eine Foto- oder Videoansicht überlassen möchte, ohne dass er versehentlich Nachrichten öffnet oder Einstellungen verändert, nutzt den Modus als Absicherung. Er ersetzt keine allgemeine Kindersicherung, sondern schränkt gezielt eine einzelne Sitzung ein.
Warum die Aktivierung in den Bedienungshilfen liegt
Apple hat den Geführten Zugriff ursprünglich für Menschen mit motorischen oder kognitiven Einschränkungen entwickelt, damit sie ungewollte Berührungen oder Bewegungen ausblenden können. Aus diesem Grund findet sich die Funktion in den Bedienungshilfen und ist im Ausgangszustand deaktiviert. Erst nach dem manuellen Einschalten in den Systemeinstellungen lässt sich der Modus per Tastendruck starten – ohne diesen Schritt fehlt dem Gerät die nötige Verknüpfung.
Was sich innerhalb der Funktion einstellen lässt
Nach dem Start einer Sitzung lassen sich einzelne Bildschirmbereiche markieren, in denen Berührungen ignoriert werden – nützlich, um Löschfunktionen oder Kaufbuttons innerhalb einer App unerreichbar zu machen. Zusätzlich gibt es Optionen für Bewegungserkennung, damit sich das Display bei Drehung nicht ausrichtet, für die Tastatur sowie ein Zeitlimit, nach dem die Sitzung automatisch endet. Diese Einstellungen wirken pro Sitzung und lassen sich vor jedem Start neu anpassen.
Der Code als zentraler Schutzmechanismus
Beim Einrichten legst du einen eigenen Code fest, der unabhängig vom Geräte-Code ist. Dieser Code wird gebraucht, um eine laufende Sitzung zu beenden, und bleibt auch nach einem Neustart des iPhones gültig – das Gerät startet dann direkt wieder in der gesperrten App. Wird der Code vergessen, lässt sich die Sperre nur über eine vollständige Wiederherstellung des Geräts aufheben, was sämtliche lokalen Daten löscht. Es lohnt sich deshalb, den Code an einem Ort zu notieren, der unabhängig vom iPhone selbst zugänglich ist.
Grenzen der Funktion
Der Geführte Zugriff schränkt die Bedienung ein, verhindert aber keine Inhalte innerhalb der freigegebenen App selbst. Wer beispielsweise einen Browser freigibt, kann dort weiterhin beliebige Seiten aufrufen, sofern die App das zulässt. Für strengere Einschränkungen bei mehreren Apps gleichzeitig sind andere Funktionen der Bedienungshilfen oder der Bildschirmzeit besser geeignet.