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Apple iPhone: Kamerafunktionen richtig nutzen

Wer auf dem iPhone nur schnell ein Foto macht, übersieht oft Funktionen wie Nachtmodus, Selbstauslöser oder Farbfilter, die sich unauffällig im Kamerabildschirm verstecken. Auch bei Videos bleibt häufig unklar, welche Auflösung oder Bildrate gerade aktiv ist und wie sich das auf Dateigröße und Zeitlupen-Aufnahmen auswirkt.

Foto, Video & Medien

Die vorinstallierte Kamera-App des iPhones deckt weit mehr ab als das reine Auslösen von Fotos. Ein Großteil der Zusatzfunktionen sitzt versteckt in kleinen Symbolen am oberen und unteren Bildschirmrand und wird dadurch leicht übersehen.

Gestartet wird die App über das Symbol auf dem Home-Bildschirm oder über die App-Mediathek auf der letzten Startbildschirm-Seite. Nach dem Öffnen zeigt sich die reguläre Aufnahmeansicht mit Sucherbild, Auslöser und den Schnellzugriffen für Blitz, Timer, Filter und Nachtmodus.

Blitz steuern

Der Blitz ist werkseitig auf „Auto“ eingestellt und entscheidet damit selbst, ob er bei einer Aufnahme zuschaltet. Über das Blitz-Symbol im Sucherbild lässt sich diese Automatik jederzeit übersteuern und der Blitz fest ein- oder ausschalten.

Nachtmodus

Unterstützt das Modell den Nachtmodus, hellt dieser Fotos in dunklen Umgebungen sichtbar auf. Je nach Lichtsituation braucht die Aufnahme dabei bis zu einigen Sekunden, in denen das iPhone möglichst ruhig gehalten werden sollte, da sonst Bewegungsunschärfe entsteht.

Selbstauslöser

Der Selbstauslöser löst den Auslöser erst nach einer vorher festgelegten Verzögerung aus. Zur Auswahl stehen eine kurze Verzögerung von 3 Sekunden und eine längere von 10 Sekunden, etwa für Gruppenfotos mit Stativ.

Filter vor der Aufnahme

Noch bevor ein Foto ausgelöst wird, lässt sich ein Farbfilter über das Filter-Symbol aktivieren. Optionen wie „Dramatisch Warm“, „Schwarz-Weiß“ oder „Silbertöne“ verändern die Bildstimmung direkt im Sucherbild, sodass das Ergebnis vor dem Auslösen sichtbar ist.

Zur Frontkamera wechseln

Für Selfies wechselt ein Tipp auf das Kamera-Drehen-Symbol zur Frontkamera. Bei wenig Umgebungslicht hellt das iPhone kurz vor der Aufnahme den Bildschirm auf und nutzt ihn so als Ersatz für einen klassischen Blitz.

Timer und Farbfilter lassen sich auch im Selfie-Modus weiterhin nutzen.

Videos aufnehmen

Im Video-Modus derselben App stehen dieselben Grundfunktionen zur Verfügung wie beim Fotografieren. Auch hier wechselt das Kamera-Drehen-Symbol zwischen Haupt- und Frontkamera, ohne dass die App verlassen werden muss.

Licht während der Videoaufnahme

Bei schwachem Licht lässt sich das Kameralicht auch während einer laufenden Videoaufnahme dauerhaft aktivieren. Zwei Fingertipps auf das entsprechende Symbol reichen aus, um das Licht durchgehend eingeschaltet zu lassen.

Videoauflösung einstellen

Standardmäßig nimmt das iPhone Videos meist in Full HD mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde auf, abhängig vom Modell. In den Einstellungen lässt sich diese Vorgabe anpassen, wobei folgende Auflösungen zur Auswahl stehen:

  • 720p HD mit 30 fps
  • 1080p HD mit 30 fps
  • 1080p HD mit 60 fps
  • 4K mit 24 fps
  • 4K mit 30 fps
  • 4K mit 60 fps

Zusätzlich lassen sich PAL-Formate einblenden, die in Regionen mit 25 Bildern pro Sekunde als Standard gelten:

  • 1080p HD mit 25 fps
  • 4K mit 25 fps

Eine höhere Auflösung erhöht gleichzeitig die Dateigröße jeder Aufnahme deutlich.

Auflösung für Zeitlupenvideos

Getrennt von der regulären Videoauflösung lässt sich auch die Auflösung für Zeitlupen-Aufnahmen festlegen. Je nach Modell stehen dafür folgende Optionen bereit:

  • 1080p HD mit 120 fps
  • 1080p HD mit 240 fps

Aufnahmen mit der Frontkamera laufen im Zeitlupen-Modus grundsätzlich mit 120 fps.