Die Navigationsleiste ist die Steuerzentrale für die grundlegende Bedienung eines Huawei-Smartphones. Sie sorgt dafür, dass Nutzer jederzeit einen Schritt zurückgehen, zum Startbildschirm springen oder zwischen offenen Apps wechseln können, unabhängig davon, welche App gerade im Vordergrund läuft. Standardmäßig ist das die klassische Tastenleiste, die dauerhaft am unteren Bildschirmrand sichtbar bleibt.
Dieser feste Streifen kostet allerdings Platz. Bei Vollbildinhalten wie Videos, Fotos oder Spielen fällt der ungenutzte Rand besonders auf, weil die App den Bereich unter der Leiste nicht bespielen kann. Huawei bietet deshalb in EMUI unter der Systemnavigation drei unterschiedliche Steuerungsarten an, zwischen denen sich frei wechseln lässt.
Navigationstasten, Gestensteuerung und NaviDot im Vergleich
Die klassische Variante mit drei Tasten ist die vertrauteste Lösung. Zurück, Startbildschirm und App-Übersicht sind fest positioniert und sofort erreichbar, ohne dass eine Wischbewegung präzise ausgeführt werden muss. Die Reihenfolge der Tasten lässt sich in den Einstellungen anpassen, falls die Position von Zurück und App-Übersicht vertauscht werden soll.
Die Gestensteuerung ersetzt die Leiste vollständig durch Wischbewegungen vom Bildschirmrand. Ein Wisch von links oder rechts zur Mitte ersetzt die Zurück-Taste, ein Wisch von unten nach oben führt zum Startbildschirm, und ein Wisch von unten nach oben mit kurzem Halten öffnet die App-Übersicht. Der Bildschirm gewinnt dadurch am unteren Rand zusätzliche Fläche, was besonders beim Ansehen von Videos oder beim Spielen auffällt.
Der NaviDot ist eine dritte Option für alle, die weder feste Tasten noch Randgesten möchten. Es handelt sich um eine kleine schwebende Schaltfläche, die frei auf dem Bildschirm positioniert werden kann und per Tipp oder kurzem Wisch die gleichen Funktionen wie die Navigationsleiste übernimmt. Sie lässt sich bei Bedarf an den Bildschirmrand schieben, wo sie halb transparent wird und nur bei Bedarf wieder erscheint.
Wann welche Steuerung sinnvoll ist
Wer viel mit Vollbild-Apps arbeitet, profitiert am stärksten von der Gestensteuerung, weil sie den größten Teil der Anzeige zurückgibt. Allerdings verlangt sie eine kurze Eingewöhnung, weil Wischbewegungen am Rand versehentlich Systemgesten wie das Öffnen des Kontrollzentrums auslösen können, wenn sie zu nah an bestimmten Zonen starten.
Die klassische Tastenleiste bleibt die zuverlässigste Wahl für Nutzer, die feste Trefferflächen bevorzugen oder das Gerät nur gelegentlich verwenden. Der NaviDot eignet sich für alle, die einen Kompromiss suchen: weniger permanenter Platzverbrauch als bei der Tastenleiste, aber mehr Kontrolle als bei reinen Randgesten, da die Position der Schaltfläche frei wählbar ist.
Der Wechsel zwischen den drei Varianten ist jederzeit möglich und wirkt sich nicht auf installierte Apps oder gespeicherte Daten aus. Ein Test aller drei Optionen hilft, die für den eigenen Nutzungsstil passende Steuerung zu finden.
