Auf einem OnePlus-Gerät mit OxygenOS bestimmt eine einzelne Grundeinstellung, wie neue Apps nach der Installation erscheinen. Zur Auswahl stehen ein klassischer Startbildschirm mit separatem App Drawer oder ein Layout, bei dem jede installierte App automatisch eine eigene Kachel auf einer Startbildschirm-Seite erhält. Wer zwischen einem iPhone-ähnlichen Aufbau und einem klassischen Android-Menü wechseln will, findet genau hier den entscheidenden Hebel.
Zwei grundverschiedene Startbildschirm-Konzepte
Mit aktivem App Drawer bleibt der Startbildschirm aufgeräumt. Neu installierte Apps landen zunächst nur in der App-Übersicht, eine Verknüpfung auf einer der Startbildschirm-Seiten entsteht erst, wenn du sie selbst dort ablegst. Deaktivierst du den App Drawer, entfällt diese zusätzliche Ebene komplett: Jede App bekommt sofort eine Kachel, die Startbildschirm-Seiten füllen sich automatisch in der Reihenfolge der Installation.
Diese Entscheidung wirkt sich auf mehrere Alltagsabläufe aus, etwa auf das Entfernen von Icons, das Sortieren nach eigenen Kriterien und das Verschieben zwischen mehreren Seiten.
Verknüpfungen gezielt anlegen
Bei aktivem App Drawer bleibt der Startbildschirm ein reiner Ablageort für Favoriten. Nicht jede installierte App muss dort sichtbar sein, wichtige Programme lassen sich gezielt aus der App-Übersicht heraus platzieren. Das reduziert die Anzahl der Seiten und hält häufig genutzte Funktionen wie Kamera, Nachrichten oder Kalender griffbereit, während seltener benötigte Apps in der Übersicht bleiben.
Entfernen bedeutet nicht immer Deinstallieren
Ein zentraler Unterschied zwischen beiden Modi zeigt sich beim Entfernen einer Kachel. Ist der App Drawer aktiv, löscht das Entfernen eines Icons nur die Verknüpfung, die App bleibt installiert und über die App-Übersicht weiterhin erreichbar. Ohne App Drawer gibt es keine zweite Ablagestelle, ein entferntes Icon entspricht dort einer vollständigen Deinstallation. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, wenn du versehentlich eine Kachel löschst und die App eigentlich behalten wolltest.
Ordnung über mehrere Startbildschirm-Seiten
Mit steigender App-Zahl wächst auch die Zahl der Startbildschirm-Seiten. Icons lassen sich zwischen Seiten verschieben, in Ordnern gruppieren oder nach Kategorien wie Produktivität, Unterhaltung und System sortieren. Eine durchdachte Aufteilung erleichtert vor allem dann die Orientierung, wenn viele Apps parallel installiert sind und der App Drawer als zusätzliche Suchebene genutzt wird.
Praktische Hinweise
Reagiert der Startbildschirm nach dem Umschalten des App-Drawer-Modus verzögert oder zeigt Icons doppelt an, liegt das meist am Launcher-Cache und nicht an einem Fehler in der App-Verwaltung selbst. Ein einmaliger Neustart des Geräts löst die meisten dieser Anzeigeprobleme zuverlässig. Wer häufig zwischen beiden Modi wechselt, sollte zudem bedenken, dass beim Umschalten bereits angelegte Verknüpfungen nicht automatisch übernommen werden und teilweise neu sortiert werden müssen.