Ein OnePlus-Smartphone lässt sich technisch für mehrere Personen aufteilen, ohne dass Fotos, Nachrichten oder installierte Apps zwischen den Nutzern sichtbar werden. Android stellt dafür ein System aus mehreren parallelen Konten bereit, die auf einem einzigen Gerät unabhängig voneinander laufen.
Was ein Nutzerprofil technisch bedeutet
Jedes zusätzliche Profil bekommt einen eigenen Startbildschirm, eine eigene App-Auswahl und eine eigene Displaysperre. Der interne Speicher wird zwischen den Profilen aufgeteilt: Daten aus dem einen Konto sind im anderen nicht einsehbar. Für Familien oder Geräte, die mehrere Personen dauerhaft nutzen, entsteht so eine klare Trennung ohne separate Hardware.
Gastkonto versus vollwertiges Nutzerprofil
Für kurze, einmalige Nutzung durch Dritte reicht ein Gastkonto. Es startet mit einer leeren Oberfläche, erlaubt eingeschränkte Rechte und lässt sich nach der Nutzung problemlos verwerfen, ohne Spuren im Haupt-Account zu hinterlassen.
Ein zusätzliches Nutzerprofil ist dagegen auf Dauer angelegt. Die jeweilige Person richtet beim ersten Wechsel eigene Apps, eigene Konten und eine eigene Sperre ein, die bei jedem weiteren Wechsel erhalten bleibt.
Wann sich welche Lösung eignet
- Kurzzeitige Nutzung durch Besuch oder Kinder: Gastkonto.
- Dauerhafte Mitnutzung durch Familienmitglieder oder Kollegen: eigenes Nutzerprofil.
- Geschäftliche Trennung von privaten und beruflichen Apps auf einem Gerät: eigenes Nutzerprofil.
Verwaltung mehrerer Profile
Bestehende Profile lassen sich umbenennen, mit einem neuen Profilbild versehen oder komplett löschen. Die Verwaltung erfolgt zentral über die Systemeinstellungen, zugänglich sowohl über das Schnelleinstellungsmenü als auch über den regulären Einstellungspfad.
Beim Löschen eines Profils werden sämtliche darin gespeicherten Apps, Daten und Einstellungen unwiderruflich entfernt. Ein vorheriges Backup wichtiger Inhalte über ein Cloud-Konto ist deshalb sinnvoll, bevor ein Profil entfernt wird.
Grenzen des Systems
Nicht jede Einstellung lässt sich pro Profil trennen. Die WLAN-Verbindung etwa gilt geräteweit und muss nicht in jedem Profil erneut eingerichtet werden. Auch bestimmte Systemfunktionen, die tief in die Hardware eingreifen, wirken sich auf alle Konten gleichzeitig aus.
Wer häufig zwischen Profilen wechselt, sollte wissen, dass laufende Downloads oder Hintergrundprozesse beim Wechsel pausieren und erst beim nächsten Aufruf des jeweiligen Profils fortgesetzt werden.
