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OnePlus: SOS-Notfallhilfe einrichten und nutzen

Nach einem Sturz oder Unfall bleibt oft keine Zeit, um erst eine PIN einzugeben oder eine App zu suchen. Die SOS-Notfallhilfe von OnePlus legt Notruf, Standortversand und medizinische Angaben direkt auf den Sperrbildschirm. So können Ersthelfer und Rettungsdienste reagieren, noch bevor das Gerät entsperrt wird.

6 AnleitungenSicherheit & Datenschutz

Die SOS-Notfallhilfe fasst auf OnePlus-Geräten mehrere Sicherheitsfunktionen an einer Stelle zusammen, die alle ohne aktive Displaysperre erreichbar sind. Im Kern geht es darum, im Ernstfall Zeit zu sparen: Weder Rettungsdienst noch Notfallkontakte sollen auf eine entsperrte PIN oder ein Muster warten müssen.

Warum ein Zugriff ohne Entsperrung sinnvoll ist

Nach einem Unfall ist die betroffene Person häufig nicht in der Lage, das Smartphone gezielt zu bedienen. Auch Umstehende kennen den Sperrcode meist nicht. Die SOS-Notfallhilfe umgeht dieses Problem, indem sie einen eigenen Bereich direkt über den Sperrbildschirm bereitstellt, der über eine feste Tastenkombination erreichbar ist. Von dort lassen sich sowohl ein Notruf absetzen als auch automatisch Standortdaten per Nachricht an hinterlegte Kontakte verschicken.

Notfallinformationen als zweite Ebene

Neben dem reinen Notruf spielt die medizinische Information eine wichtige Rolle. Wer Vorerkrankungen, Allergien oder eine regelmäßige Medikation hinterlegt, gibt Rettungskräften wichtige Anhaltspunkte für die Erstversorgung, ohne dass diese das Telefon entsperren müssen. Diese Angaben ersetzen keinen Notfallausweis, ergänzen ihn aber sinnvoll, weil sie am wahrscheinlichsten Ort auffindbar sind: direkt am Gerät der betroffenen Person.

Akustische und optische Signale

In Situationen, in denen Rufen allein nicht ausreicht, etwa bei schlechter Sicht oder viel Umgebungslärm, helfen zusätzliche Signale. Ein SOS-Licht oder ein Summer macht auf die eigene Position aufmerksam und kann den Unterschied machen, wenn Helfer in der Nähe sind, die betroffene Person aber nicht sehen oder hören. Beide Funktionen lassen sich über denselben Bereich wie der Notruf-Schnellzugriff aktivieren.

Cell-Broadcast-Warnungen als passiver Schutz

Die SOS-Notfallhilfe deckt nicht nur aktive Notrufe ab, sondern auch den Empfang amtlicher Warnmeldungen. Diese Warnungen kommen unabhängig von Internetverbindung oder installierten Apps direkt über das Mobilfunknetz und informieren über Gefahrenlagen in der Umgebung. Je nach Situation lässt sich einstellen, welche Kategorien angezeigt werden sollen und ob eine Warnung zusätzlich durch Vibration oder eine wiederholte Erinnerung hervorgehoben wird.

Worauf es bei der Einrichtung ankommt

Die Funktion entfaltet ihren Nutzen erst, wenn Notfallkontakte und medizinische Angaben tatsächlich hinterlegt sind. Ein leerer Notfallbereich hilft im Ernstfall wenig, auch wenn der Schnellzugriff selbst technisch funktioniert. Es lohnt sich außerdem, die Tastenkombination einmal bewusst auszuprobieren, damit sie im Ernstfall nicht neu erlernt werden muss. Wichtig ist zudem, die Angaben nach größeren gesundheitlichen Veränderungen zeitnah zu aktualisieren, da veraltete Medikamenteninformationen im Zweifel mehr verwirren als helfen.

Häufige Fragen

Nach fünfmaligem Drücken der Ein/Aus-Taste öffnet sich eine Übersicht, über die du den Notrufdienst anrufen oder eine Standort-SMS an Notfallkontakte senden kannst. Eine Displaysperre muss dafür nicht aufgehoben werden.