Blaues Licht aus Displays wirkt auf das Auge anders als warmes, gelbliches Licht. Bei wenig Umgebungslicht – etwa abends im abgedunkelten Zimmer – nimmt das Auge diesen Blauanteil intensiver wahr, was schneller zu Ermüdung führt und die körpereigene Melatoninbildung stören kann. Genau an dieser Stelle setzt der Nachtmodus auf Oppo-Geräten an.
Auf Geräten mit ColorOS heißt diese Funktion Augenkomfortmodus. Sie war früher unter der Bezeichnung Nachtschutz bekannt, verfolgt aber seit jeher denselben Ansatz: Die Farbtemperatur des gesamten Displays wird in Richtung Gelb-Orange verschoben, wodurch der Blauanteil sinkt. Der Bildschirm wirkt dadurch insgesamt wärmer und ruhiger für das Auge, besonders in dunkler Umgebung.
Abgrenzung zum Dunkelmodus
Häufig werden Augenkomfortmodus und Dunkelmodus verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben haben. Der Dunkelmodus tauscht helle Oberflächenfarben gegen dunkle Hintergründe – Apps, Menüs und Systemoberflächen erscheinen schwarz oder dunkelgrau statt weiß. Der Augenkomfortmodus hingegen verändert nicht die Oberflächenfarben selbst, sondern legt einen wärmeren Farbfilter über die komplette Anzeige, unabhängig davon, ob Hell- oder Dunkelmodus aktiv ist.
Beide Funktionen lassen sich deshalb auch gleichzeitig nutzen. Wer nachts liest oder scrollt, profitiert von der Kombination aus dunklem Hintergrund und reduziertem Blaulicht.
Manuelle Steuerung und Zeitplan
Der Augenkomfortmodus lässt sich jederzeit von Hand ein- und ausschalten, zum Beispiel über die Schnelleinstellungen in der Statusleiste oder direkt in den Displayeinstellungen. Für alle, die nicht jeden Abend selbst daran denken wollen, gibt es zusätzlich einen Zeitplan. Damit aktiviert sich der Filter automatisch zu einer festgelegten Uhrzeit und schaltet sich am Morgen wieder ab, passend zum eigenen Schlafrhythmus.
Manche Geräte bieten zusätzlich eine Stärkeregelung für den Filter, mit der sich der Grad der Farbverschiebung feiner anpassen lässt. Wie stark der gelbliche Ton ausfällt, ist damit nicht fest vorgegeben, sondern individuell einstellbar.
Wann sich Abschalten lohnt
Für Aufgaben, bei denen Farbtreue zählt – etwa beim Bearbeiten von Fotos, beim Farbabgleich von Bildschirmfotos oder beim Ansehen von Videos mit Anspruch auf natürliche Farben – lohnt sich ein kurzes Deaktivieren des Filters. Die Originalfarben des Displays lassen sich jederzeit wiederherstellen, ohne dass Einstellungen verloren gehen.
Ein durchgehend warmer, leicht gelblicher Bildschirmton ist in der Regel kein Zeichen für einen Displayfehler, sondern ein Hinweis darauf, dass der Augenkomfortmodus aktiv im Hintergrund läuft. Wer diesen Farbstich unerwartet bemerkt, findet die Ursache meist in einem aktiven Zeitplan, der sich automatisch eingeschaltet hat.