Mit Dual SIM lassen sich auf einem Oppo-Smartphone zwei SIM-Karten parallel betreiben, etwa eine private und eine geschäftliche Nummer. Android und ColorOS behandeln beide Karten dabei als eigenständige Verbindungen mit getrennten Einstellungen für Anrufe, SMS und mobile Daten. Wer beide Karten aktiv nutzt, sollte festlegen, welche davon standardmäßig für welche Funktion verwendet wird.
Ohne eine solche Zuweisung fragt das System bei jedem Anruf erneut nach, welche SIM-Karte genutzt werden soll. Das kostet Zeit und führt bei Unachtsamkeit dazu, dass Anrufe oder Datenverbindungen über die falsche Karte laufen – etwa wenn eine Karte ein günstigeres Datenpaket hat und die andere nicht. In der SIM-Verwaltung von ColorOS kann für Anrufe, SMS und mobile Daten jeweils eine eigene Standardkarte hinterlegt werden.
Damit beide Karten im Alltag leichter unterscheidbar sind, lässt sich außerdem der angezeigte Name jeder SIM-Karte frei ändern. Das Symbol oder die Farbe der Karte selbst bleibt dabei unverändert, nur die Bezeichnung im System wird angepasst. Das hilft besonders, wenn beide Karten vom gleichen Anbieter stammen und optisch kaum zu unterscheiden sind.
Zusätzlich lässt sich pro SIM-Karte eine PIN-Sperre aktivieren oder deaktivieren. Ist die Sperre aktiv, fragt das Smartphone bei jedem Neustart oder Einschalten die PIN der jeweiligen Karte ab, bevor mobile Daten oder Anrufe möglich sind. Wird die PIN dreimal falsch eingegeben, sperrt sich die Karte automatisch und kann nur noch über den PUK-Code des Anbieters entsperrt werden. Wer die Abfrage als störend empfindet, kann sie in den Sicherheitseinstellungen der jeweiligen SIM-Karte deaktivieren – ein Sicherheitsrisiko bei Verlust des Geräts sollte dabei bedacht werden.
Alle genannten Optionen – Standardkarte, Kartenname und PIN-Sperre – finden sich zentral in der SIM-Verwaltung der Systemeinstellungen und lassen sich unabhängig voneinander für jede der beiden Karten konfigurieren.
