Realme-Smartphones stellen unter Realme UI zwei grundverschiedene Konzepte bereit, um Apps zu verlassen, zur Startseite zu springen oder zwischen zuletzt genutzten Apps zu wechseln: die klassische Tastensteuerung und die Gestensteuerung. Beide Modi erfüllen dieselben Grundfunktionen, unterscheiden sich aber deutlich in der Bedienung und im Platzverbrauch auf dem Display.
Tastensteuerung: sichtbare Schaltflächen am unteren Rand
Bei der Tastensteuerung liegen drei feste Symbole permanent am unteren Bildschirmrand: Zurück, Home und Kürzlich. Diese Anordnung ist eindeutig und erfordert keine Eingewöhnung, beansprucht aber sichtbaren Platz, der sonst für Inhalte zur Verfügung stünde.
Für Nutzer, die neu auf Android wechseln oder Wert auf eine klar erkennbare Bedienung legen, bleibt dieser Modus die verlässlichere Wahl.
Gestensteuerung: Bedienung ganz ohne feste Tasten
Die Gestensteuerung blendet die Leiste komplett aus. App-Inhalte füllen dadurch den gesamten Bildschirm aus, während sämtliche Navigation über Wischbewegungen vom Bildschirmrand erfolgt.
Direkt nach der Aktivierung lässt sich ein kurzes Tutorial durchlaufen, das die Bewegungen einmal demonstriert. Wer die Gesten bereits von einem anderen Gerät kennt, kann diesen Schritt problemlos überspringen.
Die wichtigsten Gesten im Detail
Ein Wisch von der linken oder rechten Bildschirmkante nach innen entspricht der klassischen Zurück-Funktion. Beide Kanten reagieren gleich, wodurch sich die Bewegung unabhängig von der Haltung des Smartphones ausführen lässt.
Ein Wisch vom unteren Rand nach oben führt zur Startseite zurück. Wird dieselbe Bewegung kurz gehalten, statt sie durchzuziehen, öffnet sich stattdessen die Übersicht der zuletzt geöffneten Apps.
Ein seitliches Wischen entlang der unteren Kante, ohne den Finger zwischendurch anzuheben, wechselt direkt zwischen zwei zuletzt genutzten Apps. Diese Geste beschleunigt vor allem das Springen zwischen zwei Anwendungen im Wechsel.
Welcher Modus passt zu welchem Nutzungsverhalten
Die Entscheidung zwischen beiden Steuerungen hängt stärker von Gewohnheit als von objektiven Vorteilen ab. Wer ein größeres Display besitzt oder häufig einhändig bedient, empfindet die Gestensteuerung meist als praktischer, weil sie ohne Griffwechsel auskommt.
Einsteiger oder Nutzer, die von einem Gerät mit klassischer Tastensteuerung kommen, orientieren sich dagegen schneller an sichtbaren Schaltflächen. Beide Modi lassen sich jederzeit wieder wechseln, ein Ausprobieren birgt also kein Risiko.
Ein Nebeneffekt der Gestensteuerung: Manche Apps mit eigenen Wischfunktionen am Bildschirmrand, etwa Zeichen- oder Kartenprogramme, können mit den Systemgesten in Konflikt geraten. In solchen Fällen kann ein kurzzeitiger Wechsel zurück zur Tastensteuerung sinnvoll sein.