Ein gesperrtes Smartphone schützt private Daten – kann aber im Notfall zum Problem werden, wenn niemand an Blutgruppe, Allergien oder Kontaktpersonen kommt. Samsung löst das mit dem Notfallpass, einer Funktion innerhalb der Sicherheitseinstellungen, die medizinische Basisdaten bewusst außerhalb des Sperrcode-Schutzes bereithält.
Wofür der Notfallpass gedacht ist
Der Notfallpass richtet sich an Situationen, in denen fremde Personen schnell Informationen benötigen, die ein Anruf allein nicht liefern kann. Dazu zählen Blutgruppe, bekannte Allergien, aktuelle Medikamente und Kontaktdaten von Angehörigen. Diese Angaben werden lokal auf dem Gerät gespeichert und nicht mit anderen Diensten abgeglichen.
Zugriff ohne Entsperrung
Sobald mindestens ein Feld ausgefüllt ist, blendet One UI auf dem Sperrbildschirm eine zusätzliche Option für den Notfallpass ein. Wer diese Option antippt, sieht die hinterlegten Daten direkt, ohne PIN, Muster oder Fingerabdruck. Das Gerät bleibt dabei technisch gesperrt, nur der Notfallpass wird als isolierter Bereich geöffnet.
Verhältnis zur klassischen Notruf-Funktion
Ein reiner Anruf bei Polizei oder Rettungsdienst läuft weiterhin über die separate Notruf-Option, die ebenfalls vom Sperrbildschirm aus erreichbar ist und selbst ohne SIM-Karte funktioniert. Der Notfallpass ersetzt diesen Anruf nicht, sondern liefert die medizinischen Details, die ein Gespräch allein nicht transportiert. In der Praxis ergänzen sich beide Funktionen: Der Anruf holt Hilfe, der Notfallpass informiert Ersthelfer vor Ort.
Aufbau der Angaben
Die Eingabemaske gliedert sich in einzelne Felder, die unabhängig voneinander bearbeitet werden können. Neben medizinischen Basisdaten lassen sich mehrere Notfallkontakte mit Name und Beziehung zur Person hinterlegen. Leere Felder werden auf dem Sperrbildschirm automatisch übersprungen, sodass nur tatsächlich ausgefüllte Angaben sichtbar sind.
Was bei der Pflege wichtig ist
Weil die Daten ohne Entsperrung einsehbar sind, gehören dort nur Informationen hin, die auch fremde Personen lesen dürfen. Sensible Details, die über medizinische Basisangaben hinausgehen, sollten in diesem Bereich nicht stehen. Eine gelegentliche Kontrolle der Einträge – etwa nach einem Medikamentenwechsel oder neuen Kontaktdaten – hält den Notfallpass im Ernstfall verlässlich.
Wie die Anleitungen darauf aufbauen
Die folgenden Schritt-für-Schritt-Guides zeigen den genauen Weg zum Ausfüllen der einzelnen Felder sowie die Kontrolle der Anzeige auf dem Sperrbildschirm. Dieser Überblick dient als Grundlage, um die Funktion einzuordnen, bevor die konkrete Einrichtung folgt.