Xiaomi-Smartphones bieten zwei grundverschiedene Wege, um an installierte Apps zu kommen: verteilt über beliebig viele Startbildschirm-Seiten oder gesammelt in einer eigenen App-Schublade. Wer viele Apps nutzt, merkt schnell, dass die erste Variante unübersichtlich wird, sobald Symbole über mehrere Seiten wandern und zusätzliche Ordner nötig werden, um noch etwas zu finden.
Funktion der App-Schublade
Die App-Schublade legt alle installierten Apps automatisch in alphabetischer Reihenfolge an einem festen Ort ab. Aufrufen lässt sie sich mit einer Wischbewegung von unten nach oben über dem Startbildschirm, unabhängig davon, wie viele Symbole zusätzlich fest auf den Startbildschirm-Seiten liegen. Eine App aus der Schublade auf den Startbildschirm zu ziehen, entfernt sie nicht aus der Schublade – sie bleibt dort weiterhin auffindbar, taucht aber zusätzlich als Verknüpfung auf.
Anzeige aktivieren oder deaktivieren
Ob die Schublade überhaupt zur Verfügung steht, entscheidet eine Einstellung im Anzeigemenü des Startbildschirms. Diese Einstellung bestimmt gleichzeitig, was mit neu installierten Apps passiert: Bei aktivierter Schublade landen neue Apps zunächst nur dort, bei deaktivierter Schublade bekommen sie automatisch ein Symbol auf einer Startbildschirm-Seite. Schaltest du die Schublade später wieder aus, verschwinden bereits angelegte Kategorien nicht dauerhaft – sie sind lediglich ausgeblendet, bis du die Funktion erneut aktivierst.
Eigene Kategorien anlegen
Innerhalb der Schublade kannst du Apps über die reine alphabetische Sortierung hinaus in selbst benannte Gruppen einteilen, etwa „Banking“, „Streaming“ oder „Spiele“. Das hilft besonders, wenn dutzende Apps installiert sind und die Suche nach Anfangsbuchstaben allein zu lange dauert. Kategorien lassen sich jederzeit umbenennen, neu anordnen oder komplett aufheben, ohne dass dabei eine App deinstalliert oder verschoben wird.
Wann sich die Schublade lohnt
Für einen aufgeräumten Startbildschirm mit nur wenigen, häufig genutzten Apps ist die Schublade die praktischere Lösung. Alle selten gebrauchten Apps bleiben trotzdem mit einem Wisch erreichbar, statt mehrere Startbildschirm-Seiten durchsuchen zu müssen. Wer dagegen lieber alles direkt sichtbar auf dem Startbildschirm hat, kann die Schublade deaktivieren und stattdessen mit Ordnern arbeiten.
Ein Vorteil der Kategorisierung zeigt sich vor allem bei App-intensiven Bereichen wie Finanz- oder Shopping-Apps: Statt jede App einzeln zu suchen, öffnest du direkt die passende Kategorie und siehst nur die relevante Auswahl. Diese Struktur bleibt auch nach System-Updates erhalten, solange die Schublade nicht komplett zurückgesetzt wird.