Auf Xiaomi-Smartphones verteilen sich die Anzeigeoptionen auf mehrere Bereiche der Systemeinstellungen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Wer nur die Schriftgröße ändert, löst damit noch keine zu kleinen Icons – und wer die Bildschirmdrehung aktiviert, beeinflusst damit nicht automatisch, wie schnell sich das Display abschaltet. Ein Überblick über die einzelnen Stellschrauben hilft, gezielt die richtige Einstellung zu finden.
Größe von Icons, Menüs und Pop-ups
Neben der reinen Textgröße lässt sich auch die Darstellungsgröße von Bedienelementen anpassen. Das betrifft App-Icons auf dem Startbildschirm, Fenster, Dialogfelder und Benachrichtigungen. Größere Elemente erleichtern die Bedienung auf großen Displays oder bei eingeschränktem Sehvermögen, verkleinern aber gleichzeitig die sichtbare Fläche pro Bildschirmseite. Wird die Skalierung zu hoch gewählt, schneiden manche Apps Inhalte ab oder verschieben Layout-Elemente ungünstig – ein Kompromiss zwischen Übersicht und Kompatibilität ist hier sinnvoll.
Automatische Bildschirmdrehung
Diese Einstellung entscheidet, ob sich die Anzeige beim Kippen des Geräts zwischen Hoch- und Querformat wechselt. Für Browser, Videos oder Messaging-Apps ist die Drehung meist hilfreich, weil Inhalte im Querformat besser lesbar sind. Ist die Funktion deaktiviert, bleibt der Bildschirm auch beim Drehen des Geräts fixiert – praktisch, wenn ungewolltes Umschalten beim Liegen oder Tippen stört. Die Option wirkt systemweit, kann sich je nach App aber unterschiedlich auswirken, da manche Anwendungen eigene Ausrichtungsregeln mitbringen.
Display ohne Power-Taste aufwecken
Zusätzlich zur klassischen Einschalttaste bieten Xiaomi-Geräte Gesten, um die Anzeige kurz zu aktivieren. Das Anheben des Smartphones oder ein Doppeltippen auf den ausgeschalteten Bildschirm holt Uhrzeit, Datum oder Benachrichtigungen sichtbar auf den Screen, ohne das Gerät vollständig zu entsperren. Diese Funktionen sind unabhängig von einer dauerhaft aktiven Anzeige nutzbar und eignen sich besonders für Geräte, bei denen ein permanentes Always-on-Display den Akku stärker belasten würde. Beide Gesten lassen sich einzeln ein- oder ausschalten, falls versehentliches Aufwecken in der Tasche stört.
Abschaltzeit und Farbdarstellung
Die Zeitspanne, nach der sich das Display bei Inaktivität automatisch abschaltet, lässt sich in mehreren Stufen anpassen. Kürzere Zeiten sparen Akku, längere Zeiten verhindern häufiges erneutes Entsperren bei Lesetätigkeiten. Getrennt davon lässt sich die Farbdarstellung des Bildschirms verändern – von kräftigeren, gesättigten Farben bis zu einer natürlicheren Wiedergabe, je nach persönlichem Empfinden und Displaytyp. Diese beiden Einstellungen beeinflussen weder die Icon-Größe noch die Bildschirmdrehung und lassen sich unabhängig von den anderen Optionen kombinieren.
Wichtig ist, dass sich alle genannten Einstellungen gegenseitig nicht ausschließen: Eine größere Anzeigeskalierung funktioniert genauso mit aktivierter Bildschirmdrehung wie mit einem kurzen Abschalt-Timeout. Wer gezielt einzelne Werte testet, findet schneller die passende Kombination, als wenn nur eine einzelne Grundeinstellung verändert wird.