Neben der Cloud-Sicherung über das Mi-Konto stellt Xiaomi auf seinen Smartphones eine Funktion für lokale Backups bereit. Die Sicherungsdatei entsteht dabei direkt im internen Speicher des Geräts, ganz ohne Internetverbindung und ohne Anmeldung bei einem Konto. Das macht die Funktion besonders für schnelle Sicherungen zwischendurch interessant.
Welche Inhalte erfasst werden
Ein lokales Backup speichert Nachrichten, Kontakte und die Anrufliste. Ergänzend lassen sich Einstellungen aus System-Apps einbeziehen, etwa vom Browser, von der Sperrliste oder von der Galerie-App. Bei der Galerie betrifft das ausschließlich die Konfiguration, nicht die Fotos selbst.
Auch installierte Drittanbieter-Apps samt ihrer App-Daten können Teil des Backups werden. Dadurch lässt sich der Zustand einer App nach einem Zurücksetzen wiederherstellen, ohne sie komplett neu einzurichten.
Speicherort der Sicherungsdatei
Nach dem Erstellen liegt die Datei im internen Speicher unter dem Pfad MIUI ➔ Backup ➔ AllBackup. Von diesem Ordner aus lässt sie sich manuell weiterverarbeiten, zum Beispiel auf eine Speicherkarte verschieben oder über ein Kabel auf einen Computer übertragen.
Weil die Datei zunächst nur lokal existiert, geht sie bei einem Zurücksetzen auf Werkseinstellungen oder bei einem Defekt des Geräts verloren, sofern sie vorher nicht an anderer Stelle abgelegt wurde.
Lokal oder Cloud – die richtige Wahl
Für kurzfristige Sicherungen vor App-Updates oder Systemänderungen reicht ein lokales Backup meist aus. Steht dagegen ein Gerätewechsel an oder soll die Sicherung unabhängig vom aktuellen Smartphone verfügbar bleiben, ist ein zusätzliches Cloud-Backup über das Mi-Konto sinnvoll. Lokale Sicherungen bleiben grundsätzlich an das jeweilige Gerät gebunden.
Rückspielen einer Sicherung
Eine vorhandene lokale Sicherung kann über dieselbe Backup-Funktion ausgewählt und zurückgespielt werden. Wiederhergestellt werden dabei nur die Kategorien, die in der Datei enthalten sind. Alle übrigen Daten auf dem Gerät bleiben davon unberührt, ein Rückspielen überschreibt also nicht automatisch den gesamten Gerätezustand.