Zum Inhalt springen
TechBone
Xiaomi

Xiaomi: Netz und Netzmodus manuell einstellen

Auf Reisen oder in Gebieten mit schwacher Netzabdeckung verbindet sich ein Xiaomi-Smartphone nicht automatisch mit dem Netz, das den stabilsten Empfang bietet. Die Netzwerk-Einstellungen erlauben es, die Netzwahl und den bevorzugten Netzmodus selbst festzulegen, statt sich auf die automatische Auswahl zu verlassen. So lässt sich Empfangsproblemen gezielt entgegenwirken, ohne auf Hardware-Änderungen angewiesen zu sein.

3 AnleitungenNetzwerk & Verbindung

Die Netzwerk-Einstellungen auf einem Xiaomi-Smartphone regeln, mit welchem Mobilfunknetz sich das Gerät verbindet und über welche Technologie diese Verbindung läuft. Unter HyperOS, MIUI und Android laufen diese Optionen über dieselben Grundprinzipien, auch wenn sich die Bezeichnungen der Menüs im Detail unterscheiden können.

Warum die automatische Netzwahl nicht immer optimal ist

Standardmäßig sucht das Smartphone selbstständig nach einem passenden Netz und verbindet sich mit dem Anbieter, dessen Basisstation das stärkste Signal sendet. Diese Entscheidung basiert auf Sendeleistung, nicht auf der tatsächlichen Verbindungsqualität, die du vor Ort erlebst. Im Ausland oder in ländlichen Regionen kann das dazu führen, dass ein technisch verfügbares Netz zwar angezeigt wird, die Datenverbindung aber instabil bleibt oder Anrufe abbrechen.

Manuelle Netzwahl als Alternative

Deaktivierst du die automatische Netzwahl, zeigt dir das Smartphone alle in der Umgebung empfangbaren Mobilfunknetze als Liste an. Aus dieser Liste wählst du selbst ein Netz aus, etwa basierend auf eigenen Erfahrungswerten oder Empfehlungen vor Ort. Das ist vor allem in Grenzregionen oder auf Reisen nützlich, wenn mehrere Anbieter parallel verfügbar sind und sich in ihrer Empfangsqualität deutlich unterscheiden.

Der Netzmodus: 2G, 3G, 4G oder 5G

Neben der Netzwahl lässt sich zusätzlich der Netzmodus einschränken. Das Smartphone versucht normalerweise, automatisch zwischen den verfügbaren Technologien zu wechseln und dabei stets die schnellste Verbindung zu nutzen. In Regionen mit lückenhafter 5G- oder selbst 4G-Abdeckung führt dieses ständige Umschalten jedoch häufiger zu kurzen Verbindungsabbrüchen, als wenn das Gerät durchgehend im selben Netztyp bleibt.

Wird der Netzmodus manuell auf eine niedrigere, aber flächendeckend verfügbare Technologie wie 4G begrenzt, sinkt zwar die maximal mögliche Datenrate. Die Verbindung bleibt dafür gleichmäßiger, was sich besonders bei Telefonaten oder Videoanrufen bemerkbar macht.

Praktische Hinweise vor der Anpassung

  • Roaming-Kosten prüfen: Die manuelle Wahl eines Fremdnetzes im Ausland kann je nach Vertrag zusätzliche Gebühren auslösen.
  • Änderungen sind reversibel: Netzwahl und Netzmodus lassen sich jederzeit wieder auf automatisch zurückstellen.
  • Empfang testen: Nach einer manuellen Auswahl lohnt sich ein kurzer Test mit Anruf oder Datenverbindung, bevor du dich auf das neue Netz verlässt.

Diese Einstellungen greifen unmittelbar, ohne dass ein Neustart des Geräts notwendig ist. Bei einem erneuten Wechsel des Standorts – etwa nach der Rückkehr aus dem Ausland – sollte die automatische Netzwahl in der Regel wieder aktiviert werden, damit sich das Smartphone selbstständig an das Heimnetz anpasst.

Häufige Fragen

5G-Netze haben in vielen Regionen noch eine geringere Flächenabdeckung als 4G. Wechselt das Smartphone häufig zwischen den Netztypen, kann die Verbindung instabiler wirken als bei einer festen 4G-Verbindung.