Tethering beschreibt das Teilen einer bestehenden Mobilfunkverbindung mit einem zweiten Gerät. Das Xiaomi-Smartphone übernimmt dabei die Rolle eines Zugangspunkts, ähnlich wie ein klassischer Router, nur ohne eigenes Kabel zum Internetanbieter. Praktisch wird das immer dann, wenn ein Laptop unterwegs kein WLAN findet oder ein Tablet keine eigene SIM-Karte besitzt.
Was Tethering von einem Hotspot unterscheidet
Anders als beim klassischen WLAN-Hotspot läuft die Datenweitergabe beim Tethering über eine direkte Verbindung, entweder per Kabel oder per Bluetooth. Das reduziert die Anzahl gleichzeitig unterstützter Geräte, bringt dafür aber Vorteile bei Stabilität und Stromverbrauch. Für ein einzelnes Zielgerät ist Tethering oft die zuverlässigere Wahl.
USB-Tethering: stabil und schnell
Beim USB-Tethering wird das Xiaomi-Smartphone über ein USB-Kabel mit dem Zielgerät verbunden. Erst wenn das System die Kabelverbindung eindeutig erkennt, lässt sich die Freigabeoption in den Systemeinstellungen aktivieren. Ohne erkannte Verbindung bleibt der entsprechende Schalter ausgegraut, unabhängig davon, ob das Kabel selbst funktionsfähig ist.
Diese Variante eignet sich besonders für längere Arbeitssitzungen am Laptop, etwa bei größeren Downloads oder Videokonferenzen. Die Kabelverbindung liefert eine konstantere Bandbreite als eine kabellose Alternative und läuft nebenbei unabhängig vom WLAN-Modul des Smartphones.
Bluetooth-Tethering: kabellos, aber begrenzt
Bluetooth-Tethering setzt eine bereits abgeschlossene Kopplung zwischen beiden Geräten voraus. Ohne diese Kopplung taucht in den Einstellungen keine nutzbare Option zur Datenfreigabe auf. Erst nach erfolgreicher Verbindung der Geräte lässt sich die Freigabe der mobilen Daten über Bluetooth starten.
Die Geschwindigkeit liegt deutlich unter der von USB-Tethering, ebenso die Reichweite und Stabilität bei größeren Datenmengen. Für kurze Zugriffe, etwa das Abrufen von E-Mails oder einzelne Suchanfragen, reicht diese Variante aber meist aus und schont zusätzlich den Akku des Zielgeräts.
Welche Variante passt zu welchem Einsatzzweck
USB-Tethering lohnt sich, wenn regelmäßig oder über längere Zeit am Laptop gearbeitet wird und eine stabile Verbindung wichtig ist. Bluetooth-Tethering eignet sich für gelegentliche, kurze Nutzung mit geringem Datenvolumen, etwa unterwegs mit einem Tablet.
Ein wichtiger Punkt bei beiden Varianten ist der Verbrauch des mobilen Datenvolumens. Da die komplette Verbindung über den Mobilfunkvertrag des Smartphones läuft, zählt jede über Tethering übertragene Datenmenge zum eigenen Datenkontingent. Bei begrenztem Volumen lohnt sich ein Blick auf den Datenverbrauch des Zielgeräts, bevor größere Downloads oder Streaming darüber laufen.