Ein Android-Gerät zu flashen lohnt sich, wenn der Hersteller keine Updates mehr bereitstellt, unnötige Bloatware verschwinden soll oder ein älteres Smartphone durch ein schlankeres System wieder flüssiger laufen soll. Ein Custom-ROM bringt oft zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten und aktuellere Sicherheitspatches mit, als es das Werksystem tut.
Der Vorgang setzt technisches Grundverständnis voraus. Ein Fehler beim Flashen kann die Garantie beenden oder das Gerät unbrauchbar machen, deshalb sollte jeder Schritt genau befolgt werden.
Wie flashe ich ein Android-Smartphone?
Vor dem eigentlichen Flashen steht die Kompatibilitätsprüfung: Das Zielgerät muss die gewünschte Android-Version unterstützen. Danach folgen einige Vorbereitungsschritte, damit die Installation am PC reibungslos abläuft.
OEM-USB-Treiber installieren
Damit der PC das Smartphone korrekt erkennt, sind passende Treiber nötig. Beim ersten Anschließen installiert Windows sie meist automatisch, später kann eine manuelle Installation notwendig werden. Ab diesem Punkt sollte die USB-Verbindung nicht mehr unterbrochen werden.
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Nach dem Download wird die Datei entpackt. Der entstehende Ordner „USB_Driver“ wird später über den Geräte-Manager ausgewählt, der Speicherort sollte also bekannt sein.
Smartphone vorbereiten und mit dem PC verbinden
Da beim Flashen alle Daten auf dem Gerät gelöscht werden, gehört ein Backup an den Anfang. Ein Google-Backup eignet sich gut, weil sich die Daten danach direkt auf der neuen Android-Version wiederherstellen lassen.
Auf dem Smartphone müssen die Entwickleroptionen aktiviert werden. Dort schaltest du die OEM-Entsperrung und USB-Debugging ein. Anschließend verbindest du das Gerät per USB-Kabel mit dem PC.
Flash Tool im Browser öffnen
Ist die Verbindung hergestellt, rufst du im PC-Browser die Flash Tool-Webseite auf und klickst auf Get Started, um den Installationsassistenten zu starten.
Smartphone hinzufügen
Es folgt eine kurze Einführung zu den nächsten Schritten. Weiter unten wählst du Add new device, worauf sich ein neues Fenster öffnet. Dort suchst du das zu flashende Smartphone aus und verbindest es.
Wird kein Gerät in der Liste angezeigt, fehlt meist noch der passende USB-Treiber – der nächste Schritt zeigt, wie du ihn nachträglich installierst.
USB-Treiber manuell aktualisieren
Erkennt Flash Tool kein Smartphone, öffnest du am PC den Geräte-Manager und machst dort einen Rechtsklick auf das aufgeführte Gerät. Über Treiber aktualisieren und anschließend Auf meinem Computer nach Treibern suchen gelangst du zur Ordnerauswahl. Mit Durchsuchen wählst du den zuvor entpackten Treiber-Ordner aus und bestätigst die Installation. Danach lässt sich das Smartphone wie im vorherigen Schritt beschrieben auswählen und verbinden.
Build wählen und Installation starten
Nach erfolgreicher Verbindung schlägt Flash Tool bereits eine passende Build vor, die sich bei Bedarf ändern lässt. Nach der Bestätigung erscheint auf dem Smartphone unter Umständen noch einmal ein Popup zur USB-Debugging-Freigabe. Danach beginnt die Installation, die einige Minuten dauert.
Bootloader entsperren
Etwa nach dem ersten Drittel der Installation fordert Flash Tool dazu auf, den Bootloader zu entsperren. Das erfolgt direkt am Smartphone: Mit den Lautstärketasten wählst du die Option Unlock Bootloader und bestätigst mit der Ein/Aus-Taste.
Wichtig: Die USB-Verbindung darf währenddessen nicht getrennt werden.
Bootloader sperren
Nach dem zweiten Drittel folgt eine weitere Meldung im Flash Tool, den Bootloader wieder zu sperren. Auch das geschieht über die physischen Tasten: Diesmal wählst du Lock Bootloader und bestätigst erneut mit der Ein/Aus-Taste.
Installation abschließen
Ein grüner Hinweis im Flash Tool zeigt an, dass die Installation abgeschlossen ist und das USB-Kabel sicher entfernt werden kann. Das Smartphone startet danach neu und lässt sich mit der neuen Android-Version einrichten.