Die SwiftKey-Tastatur auf Huawei-Smartphones ist von Haus aus auf eine einzige Sprache ausgerichtet. Sobald ein Text in einer anderen Sprache getippt wird, greift die Autokorrektur trotzdem auf das Wörterbuch der eingestellten Sprache zurück und liefert falsche Vorschläge. Der Bereich Sprache & Eingabe in den Systemeinstellungen löst dieses Problem, indem sich dort mehrere Sprachpakete parallel aktivieren lassen.
Jedes hinzugefügte Sprachpaket bringt ein eigenständiges Wörterbuch, eine eigene Autokorrektur-Logik und teilweise eigene Layout-Optionen mit. Aktive Sprachen lassen sich während des Tippens direkt über die Leertaste wechseln: Ein Wisch nach links oder rechts auf der Leertaste blättert durch alle installierten Sprachen, ohne dass die Tastatur geschlossen oder neu geöffnet werden muss.
Warum Sprachpakete allein nicht reichen
Neben der Sprache entscheidet auch das Tastaturlayout darüber, wie komfortabel sich Texte eingeben lassen. Layouts bestimmen, welche Zeichen direkt sichtbar sind und welche über Zusatztasten oder Gesten erreichbar bleiben. Für deutsche Texte ist das vor allem bei Umlauten wie ä, ö und ü relevant, die nicht in jedem Layout auf den ersten Blick verfügbar sind.
Je nach aktivierter Sprache bietet SwiftKey unterschiedliche Layout-Varianten an, unter anderem:
- QWERTZ (erweitert) – mit direkt zugänglichen Umlauten für deutsche Texte
- QWERTY (erweitert) – gängig für englische und internationale Eingaben
- AZERTY – verbreitet in französischsprachigen Layouts
- QZERTY, Dvorak und Colemak – alternative Anordnungen für spezielle Anwendungsfälle
Welches Layout sinnvoll ist, hängt von der Sprache und der eigenen Tippgewohnheit ab. Wer regelmäßig zwischen Deutsch und Englisch wechselt, profitiert meist davon, für beide Sprachen das jeweils passende erweiterte Layout zu aktivieren, statt sich auf ein einziges Standardlayout zu verlassen.
Verhalten bei mehreren aktiven Sprachen
Eine feste Standardsprache lässt sich in SwiftKey nicht dauerhaft festschreiben. Die Tastatur merkt sich stattdessen, welche Sprache zuletzt aktiv war, und startet beim nächsten Öffnen automatisch mit dieser Einstellung. Das kann dazu führen, dass die Tastatur nach einem Sprachwechsel in einer Chat-App plötzlich in einer anderen Sprache startet als erwartet.
Wer häufig zwischen mehreren Sprachen wechselt, sollte deshalb nur die tatsächlich benötigten Sprachpakete aktiv lassen. Zu viele parallel aktivierte Sprachen erhöhen das Risiko, dass die Autokorrektur Wörter aus einer Sprache vorschlägt, die im aktuellen Text gar nicht gemeint ist. Eine schlanke Auswahl an Sprachen reduziert Fehlkorrekturen deutlich und macht den Wechsel über die Leertaste übersichtlicher.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf sprachspezifische Einstellungen wie Wortvorschläge oder automatische Großschreibung, da diese Funktionen je nach Sprache unterschiedlich greifen können. Wird ein Sprachpaket nicht mehr benötigt, lässt es sich jederzeit wieder entfernen, ohne dass andere aktivierte Sprachen oder deren Layouts davon betroffen sind.