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Realme: Privatsafe einrichten und verwenden

Fotos, Sprachnotizen oder Verträge, die in der normalen Galerie oder im Dateimanager sichtbar sind, kann jeder öffnen, der kurz Zugriff auf das entsperrte Smartphone hat. Realme UI stellt dafür den Privatsafe bereit, einen abgekoppelten Speicherbereich mit eigenem Zugangsschutz. Erst ein separates Datenschutz-Passwort oder hinterlegte Biometrie öffnen diesen Bereich wieder.

3 AnleitungenSicherheit & Datenschutz

Der Privatsafe ist ein isolierter Speicherbereich innerhalb von Realme UI, der komplett getrennt von den regulären System-Apps arbeitet. Dateien, die dort abgelegt werden, verschwinden aus der Galerie, dem Dateimanager und aus jeder Systemsuche. Auch automatische Cloud-Backups greifen nicht mehr darauf zu, solange die Dateien im geschützten Bereich liegen.

Welche Inhalte hineingehören

Vorgesehen ist der Privatsafe für vier Arten von Dateien: Bilder, Audioaufnahmen, Dokumente und alle übrigen Dateitypen, die keiner der drei Kategorien zugeordnet sind. Typische Anwendungsfälle sind private Fotoserien, aufgenommene Sprachmemos mit sensiblem Inhalt oder gescannte Ausweisdokumente und Verträge.

Sobald eine Datei verschoben wurde, bleibt sie an ihrem ursprünglichen Speicherort nicht mehr sichtbar. Sie existiert danach ausschließlich innerhalb des geschützten Bereichs, bis sie aktiv wieder herausgeholt wird.

Ohne Passwort läuft nichts

Der Privatsafe lässt sich nicht ohne vorherige Einrichtung eines eigenen Datenschutz-Passworts nutzen. Dieses Passwort ist bewusst unabhängig vom Sperrbildschirm-Code des Geräts gehalten, damit der Zugriff auf besonders sensible Inhalte einer zusätzlichen Hürde unterliegt.

Wer versucht, den Bereich zu öffnen oder eine Datei dorthin zu verschieben, ohne vorher ein Datenschutz-Passwort festgelegt zu haben, bekommt vom System zunächst die Aufforderung zur Einrichtung angezeigt. Ohne diesen Schritt bleibt die Funktion inaktiv.

Fingerabdruck und Gesichtserkennung als Abkürzung

Wer Fingerabdruck oder Gesichtserkennung bereits für die Displaysperre eingerichtet hat, kann dieselben biometrischen Daten auch für den Privatsafe nutzen. Das verkürzt den Zugriff im Alltag deutlich, da nicht jedes Mal das vollständige Passwort eingetippt werden muss.

Biometrische Entsperrung ersetzt das Passwort dabei nicht grundsätzlich, sondern ergänzt es als schnelleren Zugangsweg. Das Passwort bleibt weiterhin als Rückfalloption erforderlich, etwa wenn der Fingerabdrucksensor einmal nicht zuverlässig reagiert.

Was bei Passwortverlust passiert

Fehlen sowohl das korrekte Datenschutz-Passwort als auch eingerichtete biometrische Daten, bleibt der Inhalt des Privatsafes vollständig gesperrt. Es gibt keinen alternativen Weg, um an die dort abgelegten Dateien zu kommen.

Deshalb lohnt es sich, das gewählte Passwort vor dem Verschieben größerer Datenmengen an einer separaten, sicheren Stelle zu notieren. Ein vergessenes Datenschutz-Passwort lässt sich im Nachhinein nicht einfach zurücksetzen, ohne dass der bisherige Inhalt des Bereichs verloren geht.

Praktischer Nutzen im Alltag

Der Privatsafe eignet sich vor allem für Situationen, in denen das Smartphone regelmäßig von mehreren Personen genutzt wird oder kurzfristig aus der Hand gegeben werden muss. Inhalte, die dort liegen, sind für andere Nutzer des Geräts praktisch unsichtbar, solange sie das Datenschutz-Passwort nicht kennen.

Wichtig ist, den Bereich nicht mit einer vollständigen Verschlüsselungslösung zu verwechseln. Er blendet Inhalte aus der normalen Bedienoberfläche aus und schützt sie mit einem zusätzlichen Zugangscode, ersetzt aber keine systemweite Datenverschlüsselung.

Häufige Fragen

Der Privatsafe verbirgt die Dateien vor der normalen Systemansicht und schützt den Zugriff über das Datenschutz-Passwort beziehungsweise die Biometrie. Für Details zur konkreten Verschlüsselungsmethode gibt Realme selbst keine öffentlich dokumentierten Angaben, verlässlich ist aber, dass ohne gültige Zugangsdaten kein Einblick in die Inhalte möglich ist.