In den meisten Fällen ja, da biometrische Daten schwerer zu stehlen oder zu erraten sind als ein Passwort. Allerdings kann Biometrie im Gegensatz zu einem Passwort nicht geändert werden, falls sie einmal kompromittiert wird, weshalb hochwertige Sensorik entscheidend ist.
Biometrie: Definition & Erklärung
Auf den Punkt gebracht
Biometrie bezeichnet die Identifikation von Personen anhand einzigartiger körperlicher Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesicht. In Smartphones dient sie zur sicheren Entsperrung und Authentifizierung ohne Passwort.
Wie funktioniert Biometrie?
Biometrische Authentifizierung nutzt Sensoren, um körperliche Merkmale zu erfassen und mit gespeicherten Referenzdaten zu vergleichen. Die häufigsten Verfahren bei Smartphones sind Fingerabdruckscan (kapazitiv, optisch oder Ultraschall) und Gesichtserkennung (2D-Kamera oder 3D-Infrarot-Mapping). Die erfassten Daten werden nicht als Bild gespeichert, sondern als mathematisches Template verschlüsselt in einem gesicherten Hardwarebereich, etwa der Secure Enclave bei Apple oder dem Trusted Execution Environment bei Android-Geräten. Dadurch verlassen die biometrischen Rohdaten das Gerät nie und können auch bei einem Hack der App-Ebene nicht abgegriffen werden. Biometrie ersetzt oder ergänzt klassische PINs und Passwörter, da sie schneller und komfortabler ist, gleichzeitig aber ein hohes Sicherheitsniveau bietet, solange die zugrunde liegende Technik ausgereift ist. Schwächere Systeme, etwa reine 2D-Gesichtserkennung ohne Tiefensensor, lassen sich leichter mit Fotos täuschen als 3D-Verfahren oder Ultraschall-Fingerabdrucksensoren. Biometrie wird zunehmend auch für Zahlungen, App-Freigaben und die Anmeldung bei Diensten via Passkeys genutzt, wodurch sie zu einem zentralen Baustein moderner Sicherheitsarchitekturen auf Smartphones geworden ist.
Vorteile von Biometrie
- Schnelle Entsperrung
- Kein Passwort merken nötig
- Hohe Sicherheit durch Verschlüsselung
- Komfortabel für Zahlungen
- Schwer fälschbar bei guter Sensorik
Nachteile von Biometrie
- Nicht änderbar bei Kompromittierung
- Schwächere Systeme täuschbar
- Datenschutzbedenken
- Funktioniert nicht immer (nasse Finger, Maske)
- Abhängig von Hardwarequalität
Häufige Fragen
Nein, seriöse Hersteller wie Apple und Google speichern biometrische Templates ausschließlich lokal in einem verschlüsselten Sicherheitschip auf dem Gerät. Die Daten verlassen das Gerät nicht und werden nicht an Server übertragen.
Die gängigsten Verfahren sind Fingerabdrucksensoren (kapazitiv, optisch, Ultraschall) und Gesichtserkennung mittels 2D-Kamera oder 3D-Infrarot-Mapping. Iris-Scanner kamen früher vereinzelt zum Einsatz, sind heute aber selten geworden.
Anleitungen mit Biometrie
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